Lehrmedium, Lernwerkzeug und Kommunikationsanlass…
Februar 12, 2019 — 11:15

…Wie 360-Grad Video in Lern- und Optimierungsprozessen funktioniert

Keynote anlässlich der Tagung „Videos in der Hochschullehre – Theoretisch, praktisch gut!“ am 12.02.2019 an der Hochschule Worms

Abstract: 360-Grad-Video Technologien eröffnen substantiell neue Möglichkeiten für die Visualisierung von Handlungen, die Vermittlung eines Raumerlebens und die Situierung komplexer Geschehen, indem das Umfeld in alle Richtungen und Ebenen aufgenommen werden kann. Dabei verlieren im Kontext „klassischer“ Videoformate gelernte Gestaltungsaspekte (z.B. Einstellungsgrößen) an Bedeutung oder lassen sich nicht mehr oder anders (z.B. Schnitttechniken) nutzen. Erheblich stärker als bei den habituierten Videoformaten muss bei 360-Grad-Video Produktionen die spätere Rezeptionsumgebung (Screen mit welchem Interface oder HMD) sowie das intendierte Nutzungsziel mitgedacht werden. Dabei spielen Aspekte der Immersion ebenso eine Rolle wie die jeweiligen Möglichkeiten der individuellen Manipulation des Bildausschnittes und das jeweils mögliche Sichtfeld.
In dem hier zur Rede stehenden Beitrag werden die Besonderheiten von 360-Grad-Video aufgezeigt, die Rahmenbedingungen für Produktion und Rezeption umrissen sowie Beispiele für einen Einsatz als Lehrmedium, Lernwerkzeug und Kommunikationsanlass diskutiert.

Lernen mit 360-Grad-Video
Januar 30, 2018 — 11:00

Vortrag am 30.01.2018 auf der LEARNTEC in Karlsruhe

Abstract: Film und Video haben im Kontext des Lehrens und Lernens eine lange Tradition. Auf Film lassen sich Handlungsabläufe für eine nachfolgende (Selbst-)Reflexion festhalten oder als Anschauungsobjekt für andere konservieren. Über die Manipulation von zeitlichen Verläufen lassen sich neue Informationen erschließen während sich über die Auswahl und Kombination von Bildausschnitten, Perspektiven und Einstellungsgrößen die Aufmerksamkeit von Rezipienten lenken lässt.

Bisher haben technologische Innovationen in diesem Bereich vor allem zu Verbesserungen der Darstellungsqualität, einer zunehmenden Usability und Ausweitung von Einsatzfeldern geführt und über eine steigende Zugänglichkeit in Bezug auf Preis und Nutzungsvoraussetzungen auf eine Demokratisierung der Produktionsmittel eingezahlt. Die Möglichkeit der Abbildung eines komplexen Handlungsraums in alle Richtungen innerhalb eines geschlossenen Mediums als 360°-Video stellt heute nun eine substantielle Neuerung dar. Insbesondere in Kombination mit spezifischen Endgeräten für die Rezeption („Head-Mounted-Displays“ oder kurz „VR-Brillen“) lassen sich mit 360°-Videos hoch immersive Erlebnisse generieren, weil einerseits die Außenwelt weitgehend abgeschottet und andererseits die Bildsteuerung über die Kopf- und Körperbewegungen nativ erfolgt. Die den Nutzern überlassene Auswahl des jeweiligen Bildausschnitts beinhaltet ein hohes Adaptionspotential, indem Novizen und Experten ihrem jeweiligen Kenntnis- und Fertigkeitsstand folgend unterschiedliche Aspekte eines Geschehens im wahrsten Sinne des Wortes in den Blick nehmen können. Damit ist im Vergleich zu traditionellen Videoformaten auch eine stärkere Situierung eines Lern- und Übungsprozesses impliziert. Gleichzeitig fällt der unmittelbare Einfluss des Video-Produzenten auf den Fokus der Wahrnehmung der Rezipienten weg.

Am Beispiel eigener Projekte werden in dem hier zur Rede stehenden Beitrag ausgehend von praktischen Einblicken in Produktions- und Anwendungsprozesse die Potentiale ebenso wie die Grenzen der Nutzung von 360°-Video in Lehr- und Lernkontexten beleuchtet.

 

Videolernen der Zukunft mit Video-Drohne und 360-Grad-Kamera
September 16, 2016 — 11:00

Keynote auf dem 2. edubreaker-Event am 16. September 2016 in Augsburg.